Termine 2009

Der Kulturverein Schärding hat einen aus Schärding stammenden Schriftsteller eingeladen:
Bild: Milan Turković
Bernhard Flieher
mit der Präsentation des im Residenzverlag erschienenen neuen Buches
"Weit weit weg – die Welt des Hubert von Goisern"
Lesung mit Musikbeispielen
Do, 23. April 2009, 20 Uhr,
Stadtbücherei in der Schlossgasse 3,
4780 Schärding
Eintritt: freiwillige Spenden

Der Autor wird den Abend selbst moderieren und ist gern zu einem Publikumsgespräch bereit.

Bernhard Flieher, geboren 1969 in Schärding und lebt in Salzburg. Seit 1992 ist er Kulturredakteur und Kolumnist der "Salzburger Nachrichten". Seine Publikationen zum Thema Popkultur und Popmusik erscheinen in verschiedenen in- und ausländischen Zeitungen und Zeitschriften.

„Weit weit weg – die Welt des Hubert von Goisern“ folgt dessen Spuren, seiner biographischen wie seiner muskalischen Entwicklung, von den Anfängen bis heute. Es beschreibt den Weg und den, der ihn geht: offen, neugierig, gerade voran. Wir erleben das persönliche Porträt eines musikalischen Entdeckers und Erneuerers, eines Suchenden und Grenzgängers zwischen den Stilen, eines Künstlers, der sich treu bleibt, indem er sich immer wieder neu erfindet.

Eine Textprobe:

"Weit weit weg – die Welt des Hubert von Goisern"

Geruhsamkeit, aber keineswegs Desinteresse bestimmen den Ort am Abend des Konzertes von Hubert von Goisern. Vor der Hafen-G’stättn werden auf den Leinwänden zu „Die Strass’n“ schnell bewegliche Bilder zugespielt, Symbole einer sich rasant urbanisiernden Welt. Auf einigen huschen eilige Menschen dahin. Autos in Zeitraffer wirken wie Spielzeug in den Häuserschluchten irgendeiner anonymen Metropole. Eine Kamera fliegt knapp über Eisenbahnschienen. Für Sekundenbruchteile geht beim Hinschauen die Orientierung verloren. Kein Ziel wird in diesen Bilder erkennbar. Die bloße Abbildung der Bewegung erzeugt aber unruhiges Staunen. Dieses Gefühl wird verstärkt, weil hinter dem zum Publikumsareal umfunktionierten Anlegeplatz im beschaulichen Städchen die Welt völlig still steht. Vorne rennt die hektische Welt und hinten lockt die vermeintliche Idylle der Abgeschiedenheit.